Herbe Enttäuschung für die Panthers

Traunsteiner Basketballer verlieren Thriller beim TSV Weilheim mit 80:81

Die Chiemgau Panthers sind mit einer Auswärtsniederlage ins neue Jahr gestartet. Am elften Spieltag der 2. Regionalliga Süd unterlagen die Basketballer des TV Traunstein (TVT) am Samstagabend dem TSV Weilheim denkbar knapp mit 80:81. Die Panthers, die beim Tabellenelften in Bestbesetzung angetreten waren, kamen im Laufe des äußerst spannenden Spiels nie richtig in den Rhythmus und treten tabellarisch nun auf der Stelle.

Ein Blick auf die Dreierpunkte zeigt die ganze Misere für die Chiemgauer: Während die Gastgeber elf Würfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie versenkten, gelangen den sonst so treffsicheren Distanzschützen der Panthers nur sechs. Trotz eines glänzend aufgelegten Stefan Gruber, der 23 Punkte und 14 Rebounds beisteuerte, konnten sich die favorisierten Traunsteiner nie aus der Umklammerung der konsequent verteidigenden Weilheimer lösen. In der stets spannenden und abwechslungsreichen Partie gelang es keinem der beiden Teams, sich einmal mehr als sechs Punkte abzusetzen.

Die erste Minute des Spiels gehörte Philip Merkl, der die Gastgeber 5:0 nach vorne brachte. Adrian Mitchell setzte bis zur siebten Spielminute drei Dreier zum zwischenzeitlichen 14:14 entgegen – es sollten seine letzten im gesamten Spiel bleiben. Auf Seiten der Weilheimer bestimmte dagegen der ehemalige Bundesligaspieler Sebastian Betz das Spiel. Der 40-Jährige trug im ersten Viertel acht Punkte zum 24:24-Spielstand nach zehn Minuten bei.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb das Ergebnis eng. Keines der Teams konnte eine Serie hinlegen und sich einen größeren Vorsprung herausarbeiten. Die Führung wechselte mehrfach, am Ende ging es mit 44:42 für die TVTler in die Halbzeit.

Im dritten Viertel hielt vor allem Stefan Gruber sein Team im Spiel. Der Center erzielte neun der 19 Traunsteiner Punkte und musste dafür mehrfach an die Freiwurflinie. Bis zur 26. Minute konnten die TVTler ihre Führung aus der Halbzeit halten und zwischenzeitlich auf sechs Punkte ausbauen. Doch dann glich Betz zum 56:56 aus. Nun waren zunächst die Weilheimer am Drücker, bis sich die Traunsteiner mit sechs Freiwurftreffern in Folge die Führung zurückholten: 63:62 nach 30 Minuten.

Im abschließenden Spielabschnitt stieg die Spannung minütlich und die Führung wechselte wieder mehrfach: Auf das 66:62 für Traunstein folgte das 67:66 für Weilheim, das die Gäste wieder in eine Drei-Punkte-Führung verwandelten. Weilheim glich aus, dann brachte Stefan Gruber seine Mannschaft in der 39. Minute mit 79:76 nach vorne. Doch Sebastian Betz und Arian Culum mit einem seiner fünf Dreier holten die Führung für die „Red Devils“ zurück, während die Panthers nur noch auf 80:81 verkürzen konnten. In der Tabelle verbleiben sie nach der fünften Niederlage im zehnten Spiel auf Platz sechs.

„Das ist ein sehr, sehr enttäuschendes Ergebnis“, befand Panthers-Headcoach Aaron Mitchell. „Wir müssen wieder an die Arbeit gehen und von vorne anfangen. Ich muss die Spieler besser trainieren, aber noch wichtiger ist, dass sie anfangen, besser zu spielen.“ Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es beim Auswärtsspiel am Sonntag bei der BG Leitershofen/ Stadtbergen 2, zu dem die Panthers erstmals eine Mitfahrgelegenheit in einem Fanbus anbieten. Eine Reservierung ist möglich bei Sportwart Alexander Abstreiter unter Tel. 0151/46 61 16 84. Das nächste Heimspiel folgt am 24. Januar, wenn der TVT den MTSV Schwabing 2 empfängt.

Es spielten:

TSV Weilheim: Sebastian Betz (26 Punkte/1 Dreier), Arian Culum (23/5), Philip Merkl (11/3), Andreas Brem (9), Matthias Modrok (4), Janis Modl (3/1), Sebastian Niederreiter (3/1), Alexander Brem (2), Gregory Carter Jr., Quirin Hartmann, Lawrence Schüler, Alexander Thumser.

Chiemgau Panthers: Stefan Gruber (23), Andrew Stafford (16/2), Adrian Mitchell (15/3), Bartautas Linartas (11/1), David Heuwinkel (9), Heye Gädt (6), Lukas Blank, Florian Köppl, Paul Kretzschmar, Alexander Rettelbach, Chris Roll.

Stefan Gruber stemmte sich der Niederlage in Weilheim entgegen, zog mit seinem Team jedoch schlussendlich den Kürzeren. © Simon Brommer/Chiemgau Panthers